Gemeinderatssitzung vom 01. Oktober 2018

In der Gemeinderatssitzung am 01. Oktober ging es um folgende Themen:

Unser Antrag auf Prüfung der Errichtung eines Beachvolleyballfeldes

Wir hatten auf Anregung einiger junger Leute in Waldbüttelbrunn beantragt, erneut die Errichtung eines Beachvolleyballfeldes zu prüfen. Dies war zuletzt 2015 vom Gemeinderat abgelehnt worden, da jedoch das Interesse innerhalb der Bevölkerung offensichtlich da ist, wollten wir einen neuen Anlauf wagen. Wir halten ein Beachvolleyballfeld für eine wichtige Ergänzung der Freizeitmöglichkeiten in Waldbüttelbrunn, das diese deutlich aufwerten würde.

In der Sitzung wurde von Peter Schulz (fraktionslos) geäußert, ein Beachvolleyballfeld müsse von einem Verein betrieben werden und dieser habe sich 2015 nicht gefunden und werde auch nun nicht gefunden werden. Dem muss ich widersprechen, denn meiner Ansicht nach kann ein Beachvolleyballfeld genauso von der Gemeinde betrieben werden wie zum Beispiel ein Spielplatz. Ob Kinder im Sandkasten mit Eimer und Schaufel spielen oder Jugendliche auf einem Sandplatz Beachvolleyball ist egal – beide erfreuen sich an einer Freizeitaktivität, die ihnen die Gemeinde zur Verfügung stellt. Deswegen sollte die Gemeinde meiner Meinung nach dieses Feld zur Verfügung stellen.

Schlussendlich wurde die Verwaltung beauftragt, Informationen zu einem möglichen Standort und den Kosten zu ermitteln und dem Gemeinderat die Angelegenheit wieder vorzulegen.

Geschwindigkeitsmessung in Roßbrunn

Vor einigen Wochen trafen wir uns mit Roßbrunner Bürger*innen, um mit ihnen über das Thema Lärm zu sprechen. Anschließend baten wir die Verwaltung, die Ergebnisse der an der Ortsdurchfahrt der B8 in Roßbrunn (erlaubte Höchstgeschwindigkeit 50 km/h) vorzustellen. Das ist in dieser Sitzung nun geschehen. Im Folgenden die Ergebnisse:

Deutlich zeigt sich eine enorme Anzahl an Geschwindigkeitsübertretungen, insbesondere an solchen mit mehr als 20 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit; dies sind mehr als 5000 Fälle in 15 Tagen.

Die Messergebnisse zeigen, wie schlecht die Situation für die Anwohner*innen der Posthäuser in Roßbrunn in Sachen Lärmschutz, ist. Die massiven Geschwindigkeitsübertretungen führen zur Störung der Nachtruhe
der Anwohner*innen und halten auch tagsüber den Lärmpegel auf einem schwer erträglichen Level. Zusätzlich entstehen durch die enorm überhöhten Geschwindigkeiten auch ganz konkrete Gefahren, beispielsweise für Kinder, die sich an der Bushaltestelle aufhalten oder die Straße überqueren wollen. Die zuständigen Behörden müssen handeln: es muss die Aufstellung einer fest installierten Blitzeranlage und die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h zwischen 22 und 6 Uhr für Fahrzeuge über 7,5 t geprüft werden. Letzteres wird am Schlossberg in Würzburg bereits so gehandhabt. Leider sind der Gemeinde Waldbüttelbrunn hier die Hände gebunden, da sie für Bundesstraßen nicht zuständig ist. Es kann jedoch nicht weiter zugesehen werden, wie die Gesundheit der Anwohner*innen unter dem Lärm leidet und Menschen durch überhöhte
Geschwindigkeit ganz konkret gefährdet werden.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass an dieser Stelle die entsprechenden Maßnahmen getroffen werden, um Lärmbelastung und Gefahren zu reduzieren. Wir haben deswegen im Rat angeregt, dass der Bürgermeister und die Verwaltung bei den zuständigen Behörden Druck ausüben sollen.

Gemeindewald

Ebenso stand der Jahresbetriebsplan für den Gemeindewald auf der Tagesordnung. Förster Fricker erläuterte, dass im Wald wahrscheinlich viele Trockenschäden durch den heißen und trockenen Sommer verursacht wurden und sich außerdem Insekten wie der Borkenkäfer oder der Schwammspinner, die die Bäume angreifen, sehr gut vermehren konnten. Hier würden in nächster Zeit Maßnahmen getroffen, falls das nötig sein sollte.

Ebenso wurden die Preise für ein Ster Kronenholz wiederum auf 12 € und ein Ster Selbstwerberholz auf 36 € festgesetzt. Die Höchstabgabemenge wurde auf 20 Ster erhöht.

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